".. dann tauchte er den Daumen seiner rechten Hand in das geweihte Gefäß und begann die letzte Ölung. Zuerst auf die Augen, die sich so begehrlich auf die Nichtigkeiten irdischer Pracht gerichtet hatten, dann auf die Öffnungen der Nase, die so lüstern gewesen nach eitlen Wohlgerüchen und dem warmen Atem der Liebe, dann auf den Mund, der so oft zur Lüge sich aufgetan, sündiges Girren und Seufzer der Wolllust hatte hören lassen, dann auf die Hände, die sich ergötzt an verbotenen Liebkosungen, und endlich auf die Sohlen der Füße, die so hurtig zu laufen verstanden, wenn Freuden der Liebe ihr winkten, und die jetzt nie wieder den Boden berühren, nie wieder einen Schritt tun sollten..." (G. Flaubert: Madame Bovary )
Also, irgendwie ist das reine Sein auch nicht so schwierig zu verstehen, oder, fragt sich von der vielen Arbeit etwas erblasst
2 Kommentare:
Wenn ich mich nicht irre, ist diese verführerische Dame, jemand, den ich aus der guten alten Zeit kenne. Hast Du womöglich wieder das Frauliche in Dir entdeckt?
Die noble Blässe ist ja wohl nur auf das Alter des Fotos zurückzuführen. Jedenfalls hat man hier wiedermal den Beweis, dass Du auf eine ziemlich ausgeflippte und sehr schöne Vergangenheit zurückgreifen kannst.
Ich,für meinen Teil,habe "meine Frau" nie herausgelassen. Schade eigentlich. Und jetzt, mit Sicherheit zu spät.
@anonym: it´´s never too late, honey!
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