Man kennt sich gar nicht aus, ist alles so bunt hier!

Falls Ihr Euch über LOTUSTEICH ,den Titel dieser Seite wundert: My First Time, das Posting vom 14. Dezember 2006 aus dem Blog-Archiv erklärt alles!





Donnerstag, 2. Oktober 2008

HUMPA HUMPA HUMPA


TÄTARÄÄÄ......

"Halloooooo, liest hier jeemand ?" wollte ich schon durch den Äther schreien und hatte dieses Foto als optischen Lärm vorbereitet, denn nach kommentarlosen Tagen, Wochen, fühlte ich mich schon wie die Mitglieder dieser Blaskapelle hier, die in Reih und Glied durch die engen Gassen von Retz zogen und nur mäßigen Applaus ernteten. Muss man lauter, schriller, vielleicht sogar "nicht jugendfrei" werden, um Aufmerksamkeit zu erlangen? Sex sells.... Ja, wäre da eine Samba-Gruppe an mir vorbeigezogen, hätte ich sicher ein anderes Foto ausgewählt. Samba, Musik, Rhythmus und Tanz.... Als Außenstehender denkt man dabei sofort an Ausgelassenes, Wildes, Nicht-Konformes. Doch ich habe den Verdacht, dass auch dahinter ziemlich komplexe Strukturen und "Normen" stehen, die einstudiert und eingehalten werden, obwohl sie nach Außen hin nicht so geordnet erscheinen und sicherlich bunter und lustiger als der Blaskapellenaufmarsch hier wirken. Auch die Gamelan-Musik fasziniert mich noch immer wegen ihrem scheinbaren Durcheinander und Nebeneinander von Klängen , Rhythmen und ihrer meditativen Wirkung auf mein Gemüt. Wenn ich sie höre, dann erinnere ich mich an Frangipani und Hibiscus, an Düfte von Weihrauch und Ylang-Ylang, an ein Begräbnis eines reichen, alten Mannes, der im gegenüberliegenden Haus in Bali verstorben war. Am späten Abend zog noch eine sanfte Gamelan-Musik an seinem Garten vorbei, um die Seele wegzuleiten....
Ein ausgebildeter Konzert-Pianist hat mir erklärt, dass gerade diese scheinbar so unstrukturierte Musik voller kompliziertester Rhythmen und Rhytmenwechsel steckt.
Wenn nichts so einfach ist, wie es uns erscheinen mag, gilt dann auch der umgekehrte Schluss, dass nichts so kompliziert ist, wie es auf uns wirkt. Vielleicht ist alles nur, einfach so, ohne ein "wie"? Ein Weg ins Nicht-Besondere mit vielen Stationen?

1 Kommentar:

Anonym hat gesagt…

Ich versteh die Welt nicht mehr. Wie kann man nur bei Blasmusik an Sex denken? Oder habe ich da was falsch verstanden?