"Ich bin müde. Der Tag war bedrückend mit seiner sinnlosen Arbeit im nahezu leeren Büro. Zwei Angestellte sind krank, die übrigen abwesend. Ich bin allein, bis auf den Laufburschen hinten in seiner Ecke. Ich verspüre Sehnsucht, eines Tages möglicherweise Sehnsucht verspüren zu können, die selbst dann noch sinnlos ist.".....
"Welch wolllüstig [...] übersinnliches Vergnügen, bisweilen nachts durch die Straßen der Stadt zu streifen und von meiner Seele aus die Häuserzeilen zu betrachten, die unterschiedlichsten architektonischen Details, das Licht in Fenstern, die Blumentöpfe, die jeden Balkon anders erscheinen lassen - welch unmitttelbare, große Freude empfinde ich, wenn beim Anblick all dessen über die Lippen meines Bewusstseins der erlösende Schrei kommt: Nichts, nichts von alledem ist wirklich!" (Fernando Pessoa, Das Buch der Unruhe)
Ich verspreche , das war der letzte Auszug aus diesem Buch, das noch immer ca 400 ungelesene Seiten für mich bereit hält! AMEN. Dass jetzt endlich einmal wieder Ruhe in den Lotusteich einkehrt! Sonst streifen am Ende noch d/i/e/r Leser meines Blogspots nächtens durch die Straßen und betrachten wolllüstig die Blumentöpfe auf den Balkonen....
2 Kommentare:
Nachdem ohnehin alles rund um uns wahrscheinlich nicht wirklich ist, kannst Du ruhig weiter unruhig sein... ich finds sehr aufregend.( was aber nicht heissen soll . dass ich mir dadurch vielleicht das Lesen des Buches ersparen möchte..)
Hallo wieder,
Meinetwegen, kannst Du ruhig weiter durch die Strassen des Buchs streifen und die Blumen die Du darin findest hier im Blog teilen, so aehnlich als Du andere Blumenbilder mit uns geteilt hast.
Inszwischen, haben wir die Sehnsucht und die(un)Wirklichkeit um uns zu beschaeftigen.
xoxo
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