
Samstag probierte ich einen anderen Weg zu Ikea Nord und fuhr mit der Schnellbahn bis zur Station "Breitenleer Straße", der- wie ich bald merken sollte- wohl traurigsten Schnellbahnstation Wiens: ein kleines gelbgestrichenes, unbemanntes Bahnwärterhäuschen, keine Fahrpläne, ein verlassener Abgang sonst nichts .Es scheint, dass an dieser Station Züge einmal pro Stunde nur kurz anhalten und weiterfahren, aber nicht abfahren. Wenn man durch den Abgang zur Breitenleer Straße geht : ein durch seine Größe und üppige Bepflanzung sofort auffallendes Kreuz mit vergilbtem Foto eines Nenad M., der wohl an dieser Stelle vor einigen Jahren sein junges Leben lassen musste. Autounfall oder Mord?
Das Foto, das ich von diesem traurigen Ort machte, ist mir nicht gut gelungen.
Am Sonntag früh ging ich dann nach Schönbrunn, zeitig in der Früh war es dort noch herrlich ruhig und kühl.Keine Touristen, nur wenige Jogger. Der leichte Nieselregen dauerte nicht lange an und hinterließ auf den Rosen - Gloria Dei? - taugleiche Tropfen. Päonienbüsche, Regentau auch auf Ihren Knospen. Stille und Schritte auf dem Kies. Ein Entfernen..
1 Kommentar:
Wie man immerwieder sieht, kann man auch in Wien und Umgebung alles finden was das Herz begehrt. Abenteuerliche turbulente Multikultigesellschaft,einsame Stationen in irgendwelchen gottverlassene Gegenden und selbst die touristischen Menschenmassenaufläufe kann man umgehen, wenn man nur zeitig genug unterwegs ist. Aber nicht jedem fallen die wunderbaren Tautropfen auf den Blumen und Sträuchern auf und halten sie auch fest für die nimmersatten Fans dieses Blogs. BRAVO!!!!!!! Bitte mehr, mehr....
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